Hessischer Landeskongress Jugendarbeit

Thematische Ausrichtung und Formate

Der Kongress richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche der Kinder- und Jugendarbeit und greift aktuelle Fragen, Herausforderungen und Perspektiven der Praxis auf. Im Mittelpunkt stehen zwei thematische Linien, die auch das Programm strukturieren: Partizipation und Teilhabe sowie Frei- und Experimentierraum.

Partizipation und Teilhabe

Partizipation und Teilhabe sind zentrale Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit. Partizipation kann vieles bedeuten – von alltäglichen Mitgestaltungsmöglichkeiten über projektbezogene Entscheidungen bis hin zur Förderung von Beteiligung im öffentlichen Raum. Ebenso vielfältig sind die Wege, wie Teilhabe ermöglicht und gelebt werden kann.

In dieser Themenlinie geht es um die Frage, welche Rolle Kinder- und Jugendarbeit bei der Förderung von Partizipation und Teilhabe übernimmt, wie sie Beteiligungsprozesse eröffnet und unterstützt und wo sie dabei an Grenzen stößt.

Zugleich öffnet das Thema den Blick auf angrenzende Fragen, die eng mit Partizipation und Teilhabe verbunden sind, wie etwa Inklusion, der Umgang mit Armut und Exklusion sowie die Förderung von Demokratie. Dabei stellt sich die Frage, wie Kinder- und Jugendarbeit Räume schaffen kann, die allen jungen Menschen offenstehen, und wie gesellschaftliche Ungleichheiten bearbeitet werden können. Beiträge in dieser Themenlinie regen dazu an, unterschiedliche Facetten von Partizipation und Teilhabe sichtbar zu machen, innovative Ansätze vorzustellen und zum Austausch über Gelingensbedingungen einzuladen.

Frei- und Experimentierraum

Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als ein Ort, an dem Freiräume entstehen – Räume, in denen junge Menschen sich ausprobieren, eigene Interessen verfolgen, Neues entdecken und dabei individuelle wie gemeinschaftliche Erfahrungen sammeln. Freiräume sind wichtig für persönliche Entwicklung, kreative Prozesse, Selbstbestimmung und gesellschaftliches Engagement.

Darüber hinaus ist Kinder- und Jugendarbeit selbst ein Feld des Experimentierens: mit neuen Themen, innovativen Formaten, ungewöhnlichen Orten und überraschenden Kooperationen. Frei- und Experimentierräume sind daher nicht nur Angebote für junge Menschen, sondern auch Ausdruck der Gestaltungs- und Entwicklungsfähigkeit der Einrichtungen und Träger. In dieser Themenlinie wird das gemeinsame Gespräch darüber angeregt, wie solche Räume in der Kinder- und Jugendarbeit entstehen, welche Bedingungen sie benötigen und was sie im Kern auszeichnet. Eingeladen sind Beiträge, die innovative und besondere Praxisbeispiele vorstellen, Reflexionen eröffnen oder neue Perspektiven auf Frei- und Experimentierräume in der Kinder- und Jugendarbeit entwickeln.

Der Landeskongress ist als zweitägige Veranstaltung angelegt und verbindet Plenumsveranstaltungen mit Keynotes und vielfältige Forenformate. Die Moderation des Kongresses übernimmt Anna Grebe. Den täglichen Auftakt bilden jeweils Plenumsveranstaltungen mit Keynotes. Darauf folgen interaktive Foren, die von Akteur:innen der Kinder- und Jugendarbeit in Hessen gestaltet werden. Ein Markt der Möglichkeiten bietet darüber hinaus Raum für Austausch, Vernetzung und Einblicke in unterschiedliche Praxisansätze. Eine abschließende Plenumsveranstaltung mit Diskussionsrunde fasst zentrale Themen zusammen und schließt den Kongress ab.