Hessischer Landeskongress Jugendarbeit
von 10.30 bis 18.00 Uhr
| 10.00 – 10.30 Uhr | Ankommen |
| 10.30 – 11.45 Uhr | Eröffnung im Plenum Grußworte & Keynote 1: „Demokratie als alltägliche Praxis – Partizipation in der Kinder- und Jugendarbeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ Prof. Dr. Rolf Ahlrichs – Evangelische Hochschule Ludwigsburg |
| 11.45 Uhr | Aktivierende Aktion |
| 12.30 Uhr | Mittag |
| 13.30 Uhr | Forenphase 1 |
| 14.30 Uhr | Kaffeepause + Aufbau Markt der Möglichkeiten |
| 15.00 Uhr | Markt der Möglichkeiten |
| 17.00 Uhr | Forenphase 2 |
| 18.00 Uhr | Abschluss im Plenum |
Forenphase 1
Demokratie unter Druck – Politparcours
Wie kann politische Bildung in der Jugendarbeit so gestaltet werden, dass junge Menschen Demokratie nicht nur als politisches System kennenlernen, sondern als gelebte Praxis erfahren? In diesem Beitrag stellen wir den Politparcours „Demokratie unter Druck“ vor – ein interaktives Bildungsformat, das Jugendliche in ihrer Lebenswelt abholt, Beteiligung stärkt und zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen anregt.
Im Mittelpunkt stehen die Entstehung des Politparcours, sein sozialpädagogisches Grundverständnis sowie die drei inhaltlichen Säulen mit ihren methodischen Zugängen. Der Parcours verbindet subjektorientierte, partizipative und erfahrungsbezogene Ansätze politischer Bildung. Er schafft Lernräume, in denen Fragen von Selbstwirksamkeit, Teilhabe, Aushandlung und gesellschaftlicher Verantwortung bearbeitet werden können. Die Säule „Kleine Menschen, große Taten“ nimmt demokratische Handlungsspielräume und Engagementerfahrungen junger Menschen in den Blick. „Der Umzug“ eröffnet einen praxisnahen Zugang zu Interessenkonflikten, Beteiligungsprozessen und demokratischer Aushandlung. „Echt jetzt? Fake News!“ stärkt Medienkompetenz und kritische Urteilsfähigkeit im Umgang mit Desinformation, Meinungsbildung und digitaler Öffentlichkeit.
Darüber hinaus gibt der Beitrag einen Einblick in die praktische Umsetzung in schulischen und außerschulischen Kontexten. Zur Diskussion steht, wie politische Bildung im Rahmen der Jugendarbeit niedrigschwellig, ressourcenorientiert und partizipativ gestaltet werden kann, um junge Menschen zu stärken und sie zur aktiven Mitgestaltung demokratischer Prozesse zu ermutigen.
Leitung: bsj Marburg
Mehr Schein als Sein? – Kinder- und Jugendbeteiligung unter die Lupe genommen
In diesem Workshop werden die zentralen Fragestellungen des Titels aufgegriffen:
• Was ist Scheinpartizipation? Wir werden die Definition und die charakteristischen Merkmale von Scheinpartizipation in der Kinder- und Jugendbeteiligung beleuchten. Was sind die Anzeichen, dass Beteiligungsprozesse eher einen dekorativen Charakter haben?
• Wie zeigt sich Scheinpartizipation und wie deckt man sie auf? Anhand konkreter Beispiele analysieren wir, wie Scheinpartizipation in der Praxis erkannt werden kann. Dabei werden wir untersuchen, welche Strategien es gibt, um diese falschen Beteiligungsformen sichtbar zu machen.
• Strategien im Umgang mit Scheinpartizipation: Welche Maßnahmen und Strategien können Fachkräfte ergreifen, um authentische Beteiligung zu fördern und Scheinpartizipation zu vermeiden? Wir diskutieren Ansätze zur Verbesserung der echten Teilhabe und die Bedeutung des Vertrauens in die Beteiligungsprozesse.
Friederike Könitz und Pablo Höfer begleiten das KiJuPa der Universitätsstadt Marburg und das Kreisjugendparlament Marburg-Biedenkopf und sind in der LAG Kinder- und Jugendbeteiligung Hessen aktiv.
Leitung: Jugendbildungswerk Marburg
Kulturwandel in der Kinder- und Jugendbeteiligung: Vom „Für“ zum „Mit“
Beschreibung folgt
Partizipation ohne Hürden: Ideen und Konzepte für barrierefreie Jugendbeteiligung
Wie können Beteiligungsprozesse für und mit jungen Menschen mit Behinderung barrierefrei gestaltet werden? Was braucht es, um Beteiligung von Beginn an barrierefrei zu denken? Wie können Methoden angepasst werden, um flexibel auf individuelle Bedarfe eingehen zu können? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen des Beitrags „Partizipation ohne Hürden: Ideen und Konzepte für barrierefreie Jugendbeteiligung“ geklärt und diskutiert werden. Die Grundlage hierfür bietet das von der Aktion Mensch geförderte hjr-Pilotprojekt „Wir für uns!“, in welchem ein barrierefreier Beteiligungsprozess mit und für junge Menschen konzipiert und umgesetzt wurde.
Im Rahmen des Beitrags werden das Projekt und die gesammelten Erfahrungen vorgestellt sowie eine Auswahl der angewendeten Methoden zum Abbau von Barrieren in Beteiligungsangeboten praxisnah vermittelt.
Ausgehend davon wird der Raum für Rückfragen, Erfahrungsaustausch und Diskussion geöffnet, um das Gehörte gemeinsam mit den Teilnehmer:innen weiterzudenken.
Insgesamt sollen Ideen und Möglichkeiten für barrierefreie Beteiligung kennengelernt und diskutiert, Good-Practice Beispiele eingebracht und Multiplikator:innen für eine barrierefreie Gestaltung von Beteiligungsmöglichkeiten aktiviert werden.
Leitung: Hessischer Jugendring
Kulturwandel in der Kinder- und Jugendbeteiligung: Vom „Für“ zum „Mit“
Fachkräfte in der Kinder- und Jugendbeteiligung stehen vor einem grundlegenden Wandel: Ihr traditioneller Auftrag, die Interessen junger Menschen zu vertreten, erfordert heute mehr als nur Fürsprache – er verlangt eine radikale Neuausrichtung der eigenen Rolle. Statt als Vermittler:innen zwischen Institutionen und Jugendlichen zu agieren, sind sie zunehmend gefordert, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen selbst zu Gestalter:innen werden. Dieser Kulturwandel bedeutet, etablierte Machtverhältnisse zu hinterfragen und Beteiligungsprozesse von Grund auf partizipativer, offener und kollaborativer zu denken.
Dabei geht es nicht primär um Methoden oder Tools, sondern um eine Haltung: Fachkräfte müssen lernen, ihre eigene Expertise zurückzustellen und Jugendliche als gleichberechtigte Partner:innen anzuerkennen – mit eigenen Perspektiven, Kompetenzen und Entscheidungsmacht. Das erfordert Mut, Kontrolle abzugeben, und die Bereitschaft, sich auf unvorhersehbare Prozesse einzulassen. Gleichzeitig braucht es eine Kultur der Reflexion: Wo prägen eigene Vorannahmen oder institutionelle Routinen noch immer die Arbeit? Wie können wir sicherstellen, dass Beteiligungsformate nicht nur über, sondern mit Jugendlichen entwickelt werden?
Dieser Wandel ist kein technisches, sondern ein kulturelles Projekt. Er verlangt von Fachkräften, sich selbst als Lernende zu begreifen – bereit, von jungen Menschen zu hören, Fehler zuzulassen und gemeinsam neue Wege auszuprobieren. Nur so lässt sich der Anspruch einlösen, nicht für, sondern mit Jugendlichen zu handeln. Am Ende steht die Frage: Wie gestalten wir Beteiligungsprozesse so, dass sie nicht nur ihre Stimmen hören, sondern ihre Selbstbestimmung stärken?
Ziel des Beitrags ist es, den notwendigen Haltungswandel in der Kinder- und Jugendbeteiligung aufzuzeigen und zu diskutieren, wie Fachkräfte ihre Rolle von einer fürsorglich-bevormundenden Haltung hin zu einer echten Partnerschaft auf Augenhöhe weiterentwickeln können.
Leitung: Hessischer Jugendring
Mittelbare und unmittelbare Beteiligung von Jugendlichen auf kommunaler Ebene am Beispiel der Veranstaltung „Jugend meets Politik 2.0“
Ziel: Die Stadtverordnetenversammlung hat das Junge Forum als zusätzliches Beteiligungsformat für junge Menschen eingerichtet. Ziel ist es, den Austausch zwischen Jugendlichen, kommunaler Politik und Verwaltung zu stärken. In einem diskursiven Verfahren werden Interessen von Jugendlichen und Kommunalpolitik zusammengeführt. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist in Hessen gesetzlich verankert. Nach § 4c der Hessischen Gemeindeordnung sollen Gemeinden junge Menschen bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen betreffen, in geeigneter Weise beteiligen und entsprechende Verfahren entwickeln.
Konzept: Die Veranstaltung „Jugend meets Politik“ ermöglicht Jugendlichen, Politiker:innen direkt zu begegnen, ihre Perspektiven einzubringen und gemeinsam mit Verwaltung und Politik an Zukunftsthemen zu arbeiten. Dabei erhalten sie Informationen über ihr Lebensumfeld und aktuelle kommunale Entwicklungen. Ziel ist es, demokratische Teilhabe erlebbar zu machen, Selbstwirksamkeit zu stärken und jungen Menschen eine Stimme zu geben.
Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche im Alter von etwa zehn bis 21 Jahren, die gesellschaftliche und politische Entwicklungen aktiv mitgestalten möchten.
Kernidee: Aktuelle kommunalpolitische Themen werden zunächst durch aktivierende Befragungen unter Jugendlichen identifiziert. Anschließend erläutern Vertreter:innen der Stadtverwaltung zentrale Themen wie Haushalt, Sparmaßnahmen, Umweltschutz oder Verkehrsplanung transparent und verständlich, um eine fundierte Diskussion zu ermöglichen.
Methodische Zugänge: Das Konzept verbindet lebensweltliche Bezüge, Handlungsorientierung und Partizipation. Genutzt werden aktivierende Befragungen, Gruppenarbeit sowie kurze Interview-Videos. Diese dienen als Einstieg und Diskussionsgrundlage im Jungen Forum, in Schulklassen oder Jugendgruppen. Die Ergebnisse werden bei „Jugend meets Politik“ in Form von Plakaten und Clips präsentiert und gemeinsam mit Politik und Verwaltung impulsgebend diskutiert.
Leitung: Kommunale Bildungsplanung, Stadt Baunatal
Wem gehört die Stadt? – Jugendliche im Konflikt um öffentliche Räume
Jugendliche treffen sich im öffentlichen Raum, verbringen dort ihre Freizeit und eignen sich ihre Stadt an. Gleichzeitig werden sie dort immer häufiger als Störung wahrgenommen. Beschwerden von Anwohner:innen, ordnungspolitische Maßnahmen, Alkoholverbote oder Platzverweise führen dazu, dass junge Menschen aus vielen Bereichen der Stadt verdrängt werden.
Die Mobile und aufsuchende Jugendarbeit erlebt diese Konflikte unmittelbar. Streetworker:innen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen junger Menschen, den Interessen von Anwohner:innen sowie den Anforderungen von Politik und Ordnungsbehörden. Dabei übernehmen sie häufig eine vermittelnde Rolle und begleiten Aushandlungsprozesse rund um die Nutzung öffentlicher Räume.
Der Workshop nimmt diese Spannungsfelder in den Blick und diskutiert anhand von Praxisbeispielen aus der aufsuchenden Jugendarbeit die Frage: Wem gehört eigentlich die Stadt?
Gemeinsam wollen wir darüber ins Gespräch kommen, welche Bedeutung öffentliche Räume für Jugendliche haben, warum Nutzungskonflikte entstehen und wie Kommunen damit umgehen. Welche Auswirkungen haben ordnungspolitische Maßnahmen auf junge Menschen? Welche Handlungsmöglichkeiten hat Mobile Jugendarbeit in diesen Situationen? Und wie können Städte gestaltet werden, damit Jugendliche Orte finden, an denen sie sich ohne Konsumzwang aufhalten können?
Der Workshop bietet Raum für Erfahrungsaustausch zwischen Fachkräften aus verschiedenen Kommunen und lädt dazu ein, gemeinsam Perspektiven für eine jugendgerechte Stadt und die zukünftige Rolle der aufsuchenden Jugendarbeit zu entwickeln.
Leitung: Jugendförderung Marburg
Jugendarbeit groß denken: Events als Frei- und Resonanzräume für Jugendliche
Wie können Jugendliche erreicht werden, die klassische Bildungs- und Beteiligungsangebote kaum nutzen? Der Beitrag zeigt, wie Events als nonformale Bildungs- und Experimentierräume der Jugendarbeit wirken können – insbesondere für Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Kontexten.
Anhand zweier stadtweiter Praxisbeispiele aus Frankfurt am Main wird dargestellt, wie jugendaffine Themen gezielt genutzt werden, um neue Zugänge zu schaffen:
Das E-Sport-Event „GOAT – Das E-Sport-Event der Frankfurter Jugendhäuser“ brachte 24 Jugendhäuser und rund 200 Besucher:innen zusammen und nutzte Gaming als jugendkulturellen Zugang zu Wettbewerb, Fairplay und Begegnung.
Der Jugendkunstwettbewerb „FFM fühl ich“ erreichte 2025 insgesamt 255 Jugendliche mit 280 künstlerischen Beiträgen aus 38 Stadtteilen. Workshops in Jugendhäusern ermöglichten dabei besonders niedrigschwellige Beteiligung.
Der Beitrag zeigt, wie solche Formate Frei- und Resonanzräume schaffen können, in denen Jugendliche freiwillig teilnehmen, ihre Fähigkeiten zeigen und Anerkennung erfahren. Gleichzeitig werden konzeptionelle Ansätze vorgestellt, die zur erfolgreichen Zielgruppenansprache beigetragen haben – etwa jugendkulturelle Zugänge, zentrale Eventorte als Zeichen von Wertschätzung („Jugend gehört ins Zentrum“) sowie strategische Netzwerkarbeit mit Jugendhäusern und Jugendhilfe.
Methodisch verbindet das Forum kurze Inputs mit Praxismaterial aus beiden Projekten sowie einer moderierten Austauschphase. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden zentrale Lernfaktoren diskutiert: Wie lassen sich bildungsbenachteiligte Jugendliche erreichen? Welche Rolle spielen Events als Lern- und Erfahrungsräume? Und wie kann ein Transfer gelingen?
Ziel ist es, Impulse für eine Jugendarbeit zu geben, die Jugendliche sichtbar macht, ihre Kompetenzen anerkennt und ihnen Raum für Ausdruck und Teilhabe bietet.
Leitung: Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main
Ländliche (Frei-)Räume und junge Queers
In diesem Workshop geht es darum, wie Freiräume (zum Ausprobieren, zum „Einfach-mal-sein“, zum Peer-Austausch) für queere Jugendliche in ländlicheren Regionen gestaltet oder unterstützt werden können. Nach einem Input zu Herausforderungen junger LSBTIQ und dem Potential queerer Jugendarbeit wird das Projekt „Queere Jugendliche im ländlichen Raum“ der Landesfachstelle Hessen Queere Jugendarbeit vorgestellt. Dann soll gemeinsam diskutiert werden, was queerspezifische jugendliche (Frei-)Räume ausmacht, inwiefern es Schutzräume sein können/sollen und wie es um die Queer-Sensibilisierung allgemeiner jugendlicher Freiräume steht. Ziel ist es, aus Input und Diskussion mögliche Umgangsstrategien und Ideen für die eigene (pädagogische) Praxis mitzunehmen.
Dieser Workshop richtet sich an alle Ehrenamtlichen und Fachkräfte in der Jugendarbeit, insbesondere an alle, die sich mit queerer Jugendarbeit beschäftigen oder dies vorhaben. Es ist kein Grundlagen-Workshop zu queeren Lebensweisen, bietet aber Gelegenheiten, auch zwischendurch (Verständnis-)Fragen zu stellen.
Leitung: Hessischer Jugendring
Demokratie vor Ort erlebbar machen in der politischen Jugendbildung
Auf kommunaler Ebene werden in der Regel erste Erfahrungen in politischer Beteiligung und Teilhabe gesammelt. Gleichzeitig verfügen Jugendliche über wenig Wissen in Bezug auf Kommunalpolitik, das bestätigte auch eine breit angelegte Befragung des Kinder- und Jugendparlaments in Marburg.
Im Forum möchten wir uns darüber Austauschen, inwiefern Wissen und Interesse in Bezug auf Demokratie vor Ort eine wichtige Grundlage für Partizipation darstellt. Es können eigene Erfahrungen und Konzepte eingebracht werden, wie das Erleben von Demokratie in der Jugendbildung ermöglicht werden kann. Aus Marburg werden zum Beispiel ein Planspiel und ein Stadtrundgang vorgestellt.
Leitung: Jugendbildungswerk Marburg
Jungensegeltour – Mitbestimmen, mitgestalten, über sich hinauswachsen
Auf der Jungensegeltour übernehmen Jungen der Richtsberg-Gesamtschule nicht nur eine Koje, sondern Verantwortung: für sich, für die Crew und für das gemeinsame Ziel. An Bord erleben die Jungs, die im Alter von 13 bis 15 Jahren sind, dass jede Meinung zählt – vom Tagesablauf über die Route bis hin zur Aufteilung der Aufgaben.
Segeln bietet dabei einen einzigartigen Raum, in dem Teamgeist, Mut und Selbstvertrauen wachsen können. Die Jungen lernen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Konflikte fair auszutragen und sich gegenseitig zu unterstützen – und merken, dass sie etwas können und bewirken. Diese Erfahrungen stärken ihre Selbstwirksamkeit und lassen sich in Schule, Familie und Ehrenamt mitnehmen.
Leitung: Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen e.V.
Forenphase 2
Partyzipation – Anreize für die Beteiligung von Jugendlichen schaffen
In diesem Workshop richten wir den Fokus auf den Eventcharakter, den Veranstaltungen zur Kinder- und Jugendbeteiligung benötigen, um die aktive Teilnahme junger Menschen zu fördern.
Im Mittelpunkt des Workshops stehen folgende Fragen:
• Warum sind ansprechende Events wichtig?: Wir untersuchen die Rolle von Veranstaltungen, die Jugendlichen das Gefühl von Spaß und Gemeinschaft bieten und somit ihre Mitwirkung fördern.
• Welche Anreize schaffen einladende Atmosphären?: Wir erkunden kreative Ideen und Formate, die den Eventcharakter unterstützen. Ein Aspekt wird die Entwicklung von Bonussystemen und Vergünstigungen sein, die Anreize für die Teilnahme schaffen.
• Wie gestalten wir Partizipation als Erlebnis? Wir diskutieren, wie Spaß an der Teilnahme und aufregende Aktivitäten gestaltet werden können, um sowohl das Engagement der Jugendlichen zu erhöhen als auch eine nachhaltige Beteiligung zu gewährleisten.
Friederike Könitz und Thorsten Kossow begleiten das KiJuPa der Universitätsstadt Marburg und das Kinder- und Jugendforum in Mörfelden-Walldorf und sind in der LAG Kinder- und Jugendbeteiligung Hessen aktiv.
Leitung: Thorsten Kossow, LAG Kinder- und Jugendbeteiligung/ Jugendbildungswerk Marburg
KI und Jugendbeteiligung: Chancen, Risiken und der Umgang mit neuen Herausforderungen
Künstliche Intelligenz (KI) verändert auch die Jugendbeteiligung – von digitalen Feedbacktools bis zu KI-gestützten Plattformen für politische Mitsprache. Doch wie wirkt sich diese Entwicklung auf die Teilhabe junger Menschen aus? Und wie können Fachkräfte in Jugendverbänden, Schulen oder Kommunen die Technologie sinnvoll nutzen, ohne dabei Vertrauen oder Inklusion zu gefährden?
KI kann Jugendbeteiligung erleichtern: Chatbots beantworten Fragen zu Beteiligungsformaten, Algorithmen analysieren schnell große Mengen an Jugendfeedback, und personalisierte Informationen erreichen gezielt verschiedene Zielgruppen. Doch es gibt Risiken: Werden KI-Systeme nicht transparent gestaltet, drohen Misstrauen oder sogar Ausschluss – etwa wenn Sprachbarrieren oder technische Hürden bestimmte Gruppen benachteiligen. Aktuelle Projekte wie die KI-basierte Auswertung von Jugendforen zeigen: Die Technologie muss partizipativ entwickelt werden, um Akzeptanz zu schaffen.
Fachkräfte im Spannungsfeld
Für Fachkräfte in der Jugendbeteiligung bedeutet KI sowohl Chance als auch Herausforderung. Einerseits können Tools wie automatisierte Umfrageauswertungen oder KI-gestützte Moderation Ressourcen sparen. Andererseits braucht es Kompetenzen, um KI kritisch einzusetzen: Wie erkennt man Verzerrungen in Daten? Wie bleibt der Dialog mit Jugendlichen authentisch, wenn Algorithmen mitreden? Studien wie der Jugend-Digitalbarometer 2025 betonen, dass viele Fachkräfte sich mehr Fortbildungen wünschen – besonders zu Datenschutz und ethischen Grundsätzen.
Ziel des Beitrags ist es, KI und digitale Entwicklungen nicht als abstrakte Technologien, sondern als festen Bestandteil der Lebenswelt junger Menschen zu begreifen – und gemeinsam zu reflektieren, wie sie deren Denken, Handeln und Teilhabemöglichkeiten prägen.
Leitung: Hessischer Jugendring
Der „Lungerbus“ ein Treffpunkt zum Mieten vom BSF Richtsberg – Beteiligung und Partizipation
Am Anfang des Projekts stand die Idee, einen Lungerplatz für Jugendliche am Richtsberg einzurichten. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Jugendliche frei treffen können, so wie aus dem Marburger Jugendbericht hervorging, gewollt war ein Ort ohne stark pädagogisch gesteuerte Angebote.
Wir, der Jugendbereich vom Bewohnernetzwerk für soziale Fragen, bieten vor Ort die Stadtteilbezogene Jugendarbeit an und sind Anlaufstelle Nummer eins für alle Jugendlichen ab zehn Jahren. Wir sind ein Treffpunkt, Bildungsort und eine Beratungsstelle für Jugendliche im Stadtteil. Unsere Schwerpunkte liegen auf Freizeitgestaltung, sozialer Beratung, schulischer Unterstützung und der Förderung von Partizipation.
Im Laufe der Planung des Lungerplatzes zeigte sich jedoch, dass die Umsetzung eines festen Platzes mit verschiedenen Herausforderungen verbunden ist.
Fragen der Nutzung, der Akzeptanz im Stadtteil, organisatorische Rahmenbedingungen sowie rechtliche und praktische Grenzen mussten berücksichtigt werden. Diese Schwierigkeiten führten dazu, dass die ursprüngliche Idee weiterentwickelt und neu gedacht wurde.
Aus diesem Prozess entstand schließlich das Projekt „Lungerbus“ am BSF Richtsberg. Der Ansatz blieb dabei derselbe: Jugendlichen einen möglichst freien und niedrigschwelligen Raum zur Verfügung zu stellen. Statt eines festen Platzes entstand die Idee eines flexibel nutzbaren Treffpunkts, der Jugendlichen zur eigenständigen Nutzung offensteht.
Aktuell besteht die Möglichkeit, einen nicht pädagogisierten Raum zu mieten. Dieser Raum kann von Jugendlichen oder Gruppen eigenständig genutzt werden – zum Treffen, für kleine Veranstaltungen, kreative Projekte oder einfach, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Durch die eigenverantwortliche Nutzung sollen Selbstorganisation, Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln gefördert werden.
In unserem Forum-Beitrag stellen wir das Projekt „Lungerbus“ anschaulich vor – von der ersten Idee eines Lungerplatzes über die verschiedenen Entwicklungsschritte bis hin zur aktuellen Umsetzung.
Dabei berichten wir offen über die Schwierigkeiten, Grenzen und Erfahrungen, die uns im Verlauf des Projekts begegnet sind, und geben Einblicke in die praktische Umsetzung eines solchen Angebots für Jugendliche.
Leitung: Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen e.V.
Step it up! – Freiräume für (Trend-)Sport, Fitness und Selbstoptimierung
Warum Fitness, Selbstoptimierung und Flexibilität für Jugendliche zählt und wie Jugendarbeit darauf reagieren kann.
Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die besonders stark von Bewegungsmangel betroffen sind. Junge Frauen sind dabei häufig noch stärker betroffen als junge Männer, und besonders hart trifft es herausfordernde Sozialräume.
Gleichzeitig erleben wir einen starken gesellschaftlichen Trend zur Selbstoptimierung: Fitness, Körperbilder und Leistungsfähigkeit spielen für viele Jugendliche eine wichtige Rolle. Digitale Gadgets wie Smartwatches, Tracking-Apps oder Social-Media-Trends verstärken diesen Fitness-Lifestyle. Einerseits kann das sportliche Aktivität und das Bewusstsein für körperliche und mentale Gesundheit fördern. Andererseits entstehen auch neue Herausforderungen, etwa durch Leistungsdruck oder unrealistische Körperbilder.
Jugendliche wachsen zudem in einem Alltag auf, der von institutionalisierter Betreuung, digitalen Medien, sozialen Erwartungen und zeitlicher Verdichtung geprägt ist. Diese Veränderungen wirken sich unmittelbar auf die gewünschten Trendsport-Inhalte und eine von Freiheit, Flexibilität und Autonomie geprägte Struktur der Bewegungsangebote aus.
Die Jugendarbeit kann hier wichtige Frei- und Experimentierräume schaffen: Orte, an denen jugendgemäße Bewegung jenseits von Leistungsdruck möglich ist und Jugendliche positive Erfahrungen mit Körper, Bewegung und Gemeinschaft machen können.
Im Forum stellt die Sportjugend Hessen Praxisimpulse für bewegungsorientierte Trendsportangebote vor, die besonders auch unterrepräsentierte Zielgruppen erreichen können. Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle Jugendarbeit und Sportvereine dabei spielen können, welche Rahmenbedingungen erfolgreiche Bewegungsangebote brauchen und wie Kooperationen zwischen Jugendzentren und Vereinen dazu beitragen können, Jugendliche nachhaltig für Bewegung zu begeistern.
Leitung: Sportjugend Hessen
Actionbound als Tool zur historisch-politischen Bildung am Beispiel des Stadtrundgangs Marburg unter der Hakenkreuzfahne
Das Forum beschäftigt sich mit den Potentialen des historisch-politischen Lernens im öffentlichen Stadtraum. Anhand der Actionbound Tour „Marburg unter der Hakenkreuzfahne“ werden digitale Möglichkeiten und didaktische Prinzipien des kommunalen Angebots der Politischen Bildung nachvollzogen.
Dabei wird Actionbound als Tool für Politische Bildung beleuchtet und die Umsetzung exemplarisch vorgestellt.
Davon ausgehend wird Raum geboten für einen Erfahrungsaustausch und einen Transfer in eigene Kontexte. Das Lernangebot verbindet eine begleitete Stadtführung mit digitalen Lernmaterialien wie Fotos, begleitenden Fragen und einer fiktiven Geschichte im Audio – Format.
Neben der didaktischen Umsetzung möchten wir uns auch über den Wert und die Umsetzungskriterien von historisch-politischer Bildung austauschen.
Wie kann ein zeitgemäßer Zugang zum Erinnern erfolgen und inwiefern kann ein Lernen aus der Geschichte jungen Menschen Orientierung bieten für ein Aufwachsen in der heutigen Zeit?
Im Abendprogramm kann in einer geführten Tour der Action Bound „Marburg unter der Hakenkreuzfahne“ ausprobiert werden. Die Teilnahme am Forum ist davon unabhängig.
Leitung: Jugendbildungswerk Marburg
Medienbildung in der außerschulischen Jugendbildung
Beschreibung folgt
Subjektorientierung als Basis für Partizipation in der Jugendbildung
Subjektorientierung beschreibt einen Kernansatz der politischen Jugendarbeit und ist eine wichtige Grundlage für echte Partizipation. Die Teilnehmer:innen stehen dabei im Fokus, mit ihren Erfahrungen, Interessen, Bedürfnissen, Ängsten und Fähigkeiten. Lern- und Beteiligungsangebote werden so gestaltet, dass die Jugendlichen dort abgeholt werden, wo sie stehen, und aktiv ihre Ideen einbringen sowie ihre Lernprozesse mitbestimmen können. Partizipation wird zum Bildungsziel, ist aber auch gleichzeitig die Grundlage auf derer Lernerfahrungen ermöglicht werden.
Zentrale Elemente sind Selbstreflexivität und die Förderung von Selbstwirksamkeit. Methoden und Prozesse sind so konzipiert, dass sie Beteiligung, Mitbestimmung und individuelle Lernwege fördern, wodurch Lernen erfahrbar, relevant und persönlich bedeutsam wird.
Ziele des Workshops:
• Vermittlung des Konzepts der subjektorientierten Bildungsarbeit als Grundlage von Partizipation
• Entwicklung/Reflexion einer persönlichen Haltung der Teilnehmer:innen zu Subjektorientierung in ihrer Arbeit
• Gemeinsames Erarbeiten praktischer Ansätze, wie Subjektorientierung in der eigenen Jugendbildungsarbeit umgesetzt werden kann
Ablauf & Methoden:
1. Methode: Identitätsmolekül oder „Es ist politisch, wenn…“
Ziel: Einführung in die Thematik und vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Fragen: Was bedeutet Subjektorientierung? Inwiefern war die durchgeführte Übung subjektorientiert? Was wird unter dem Begriff „Subjekt“ verstanden? Was verstehen wir unter „Subjekt“?
2. Theoretischer Input: Subjektorientierung in der politischen Bildung und Subjektorientierung als Grundlage für Partizipation
3. Praxisbeispiel
4. Selbstreflexive Phase (Einzelarbeit)
Impulse: „Ich hole in meiner Arbeit Teilnehmende dort ab, wo sie stehen.“ „Meine Zielgruppe kann sich jederzeit mit ihren Ideen, Wünschen, Bedürfnissen einbringen.“
5. Austausch & Gruppenarbeit
Diskussion: Transfer in die Praxis
Leitung: BDKJ/BJA Mainz
Jugendpartizipation und Europa – Perspektiven und Fördermöglichkeiten
Seit 2020 gibt es eine europäische Jugendpartizipationsstrategie zur Förderung der Beteiligung junger Menschen an dem demokratischen und gesellschaftlichen Leben durch die Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps. Das Thema Partizipation ist darüber hinaus eine der vier Hauptprioritäten der EU-Programme und spiegelt sich insbesondere in den Förderformaten „Jugendpartizipationsprojekte“ und „Solidaritätsprojekte“ wider.
Auch sonst ist die Beteiligung junger Menschen sehr stark im Fokus der aktuellen europäischen Jugendpolitik.
Im Forum wollen wir diese europäischen politischen Rahmenbedingungen kurz vorstellen und diskutieren, uns dann ein gelungenes Jugendpartizipationsprojekt anschauen und die besonderen Fördermöglichkeiten dieses und auch der anderen zum Thema passenden Förderformate der Programme beleuchten.
Leitung: JUGEND für Europa
Markt der Möglichkeiten
Politische Bildung bei basa e.V. aus Neu-Anspach
Informationsstand zu Angeboten der außerschulischen politischen Jugendarbeit
Leitung: basa e.V.
„Was haben Klimagerechtigkeit, Schönheitsideale und Brotchips mit Beteiligung zu tun?“
Wie wird Beteiligung als Grundhaltung in den Angeboten von Kreisjugendförderung/ Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau sichtbar? Die Angebote und Projekte unterscheiden sich in ihrem partizipativen Ansatz und reichen von punktuellen Formaten wie Workshops, Aktionen, Kampagnen, Projekte, Wochenendseminare, Freizeiten, Bildungsreisen und Bildungsurlauben bis hin zu einem kontinuierlichen Beteiligungsprojekt. Inhaltliche Schwerpunkte sind so bunt wie die Lebenswelt der jungen Menschen: die Auseinandersetzung mit der eigenen geschlechtlichen Identität und gesellschaftlichen Rollenerwartungen, EU-Politik, Leben und Glück, der Einfluss von Social Media und Medien auf das Leben sowie Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung. Ziele sind die Förderung der Identitätsbildung, Selbstbestimmung und Selbstpositionierung für ein gleichberechtigtes, demokratisches Miteinander, die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Themen, die Reflexion und Erweiterung eigener Handlungsoptionen sowie die Stärkung ihres sozialen Engagements und ihrer Person.
Leitung: Kreisjugendförderung/ Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau
Flex Fernschule Hessen – Teilhabe an Bildung in besonderen Fällen
Die Flex-Fernschule Hessen unterstützt junge Menschen, die aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen (psychische Problemlagen, Autismus, Depression, „long covid“) keine öffentliche Schule besuchen können, beim Schließen von Wissenslücken und der Rückkehr an die Regelschule. Als Maßnahme der Jugendhilfe (SGB VIII und SGB VIIII) sichern wir, meist im Rahmen der Eingliederungshilfe, die Teilhabe am Leben durch Bildung und durch einen auf jeden einzelnen jungen Menschen zugeschnittenen Lernprozess. Die jungen Menschen erhalten dabei Mitspracherechte und die Möglichkeit, vollwertige Abschlüsse zu erwerben, die einen Übergang ins Berufsleben erst möglich machen. Bei Flex gibt es keine Schuljahre und keine Schulferien. Die Hilfe kann jederzeit mit Einstufungsaufgaben beginnen, um den konkreten Lernstand zu ermitteln.
Nach der Auswertung wird auf einem individuellen Niveau mit wöchentlicher Lernpost gearbeitet, die klar strukturiert ist. Im gleichen Rhythmus werden korrigierte Aufgaben mit individueller Fachrückmeldung und zusätzlichen schriftlichen Erklärungen zurückgeschickt.
Im Moment lernen in Hessen 84 junge Menschen mit uns, bundesweit unterstützen wir ca. 700 Schüler:innen.
Leitung: bsj Marburg/ FLEX Fernschule
Infostand zur LAG OKJA Hessen e. V.
Bekanntmachen der Arbeit der LAG, Vernetzung
Leitung: LAG OKJA Hessen e.V.
Inklusiver außerschulischer Natur- & Erfahrungsraum – Freizeitgelände im Stadtwald
Das Freizeitgelände im Stadtwald versteht sich als inklusive und vielfältige Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsstätte. Diese bietet Gruppen aus den Bereichen Jugend- und Behindertenhilfe, Schule, Vereinsjugendarbeit, Kindergärten sowie der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung einen Ort mit vielfältigen Möglichkeiten für Freizeit, Erlebnis und Naturerfahrung.
Das Gelände und seine vielfältigen Frei- und Experimentierräume sowie Teilhabemöglichkeiten und inklusiven Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen werden vorgestellt. Ausschnitte inklusiver Erlebnispädagogik können selbst erfahren werden.
Leitung: Jugendförderung Marburg
Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
Präsentation der Arbeit des Referates Jugend im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und der aktuellen Fördermöglichkeiten.
Möglichkeit zu Gesprächen.
Leitung: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
Mach was du willst, aber mach´s im Sport
Die Sportjugend Hessen bietet Jugendlichen und jungen Menschen zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen zu gestalten. Beim Markt der Möglichkeiten stellen wir unser breites Spektrum an Partizipationsformaten vor: Vom Freiwilligendienst im Sport über die vielfältigen Tätigkeiten unserer Teamer:innen bis hin zu kreativen Engagementfeldern wie dem SJH‑Reporterteam oder dem Juniorteam. Unsere Teamer:innen begleiten Jugendreisen, setzen pädagogische Programme um und planen Veranstaltungen – immer mit dem Ziel, junge Menschen zu stärken, ihnen echte Mitgestaltung zu ermöglichen und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln. Auch im Themenfeld Vielfalt engagieren sich junge Menschen als Sport-Coach und Vermittler:innen zwischen geflüchteten Menschen oder Menschen, die auf Barrieren stoßen. Die Sport-Coaches sind regional vernetzt und versuchen allen Menschen (vor allem mit Migrationshintergrund) den Einstieg in den Sportverein oder ein alternatives Bewegungsangebot zu ermöglichen.
Im Projekt „Step it up“ verbindet die Sportjugend Streetworkouts mit Jugendclubs in der regionalen Umgebung. Mit Gießen ist ein Best-Practice Standort entstanden, den wir vorstellen möchten.
Leitung: Sportjugend Hessen im Landesssportbund Hessen e.V.
be part- Fach- und Jugend(verbands)arbeit inklusiv und barrierefrei gestalten: Materialien für barrierefreie Veranstaltungen und Angebote
Der Stand „Jugend(verbands)arbeit inklusiv und barrierefrei gestalten: Materialien für barrierefreie Veranstaltungen und Angebote“ soll auf dem Markt der Möglichkeiten die Möglichkeit bieten, konkrete Materialien zum Abbau von Barrieren in der Jugend(verbands)arbeit kennenzulernen und auszuprobieren.
Hierfür werden aktuelle Materialien des hjr im Bereich Inklusion (wie eine mobile FM-Anlage, eine Checkliste für inklusive und barrierefreie Veranstaltungsorganisation sowie Material zum Abbau von Barrieren in Beteiligungsangeboten) aus- und vorgestellt.
Teilnehmer:innen können diese anschauen, ausprobieren und dazu mit den Standbetreuer:innen in den Austausch treten.
Leitung: Hessischer Jugendring
Beratungsstelle für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung und HOP! Landesjugendkongress stellen sich vor
Die Fach- und Beratungsstelle für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung be part hat im März 2024 ihre Arbeit aufgenommen und ist für alle Fragen und Anliegen rund um das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung in Hessen ansprechbar. Be part unterstützt und berät Akteur:innen der kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung bei der Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungsformaten. Neben der Beratung steht auch die Vermittlung von Wissen rund um gute Kinder- und Jugendbeteiligung sowie der Vernetzung von Akteur:innen im Fokus. Die Angebote der Fach- und Beratungsstelle richten sich an Fachpersonal aus Verwaltung und Jugendarbeit, engagierte Kinder und Jugendliche und politische Entscheider:innen. Gerne wollen wir unserer Angebote und Materialien auf dem Markt der Möglichkeiten vorstellen.
Der HOP! Landesjugendkongress ist ein offenes Format der Jugendbeteiligung. Drei Tage lang diskutieren bis zu 120 junge Menschen im Hessischen Landtag über ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche, erörtern gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen und formulieren politische Forderungen. Gerne möchten wir die Pläne für das Jahr 2026 und 2027 auf dem Markt der Möglichkeiten vorstellen.
Leitung: Hessischer Jugendring
Wie arbeiten wir am Richtsberg? – Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen e.V.
Wir sind das Bewohnernetzwerk für soziale Fragen e.V. am Richtsberg, ein Träger der Gemeinwesenarbeit, und engagieren uns für ein lebendiges und solidarisches Miteinander im Stadtteil. Der Richtsberg ist der kinderreichste Stadtteil Marburgs – deshalb stehen für uns besonders Kinder, Jugendliche und Familien im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Als Vernetzer im Stadtteil bringen wir Menschen, Einrichtungen und Initiativen zusammen. Wir arbeiten eng mit der Grundschule, der Gesamtschule und der Thomas-Kirche zusammen und schaffen Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsame Projekte. Durch diese Zusammenarbeit stärken wir Nachbarschaft, fördern Teilhabe und unterstützen soziale Initiativen vor Ort.
Beim Markt der Möglichkeiten möchten wir unsere Arbeit anschaulich darstellen und zeigen, wie Gemeinwesenarbeit und Vernetzung im Stadtteil konkret funktionieren. Gerade im kinderreichsten Stadtteil Marburgs ist es wichtig, dass Akteur:innen der Jugendarbeit zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Unser Stand lädt dazu ein, Einblicke in unsere Praxis zu bekommen, ins Gespräch zu kommen und zu sehen, wie lokale Netzwerke Jugendarbeit nachhaltig stärken können.
Leitung: Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen e.V.
„Europäische und internationale Jugendarbeit auf Landesebene und im kommunalen Austausch“
Im Rahmen des „Markts der Möglichkeiten“ informieren zwei landesweit aktive Netzwerke über ihre Arbeit im Bereich der internationalen Jugendarbeit, aktuelle Entwicklungen sowie über vielfältige Chancen und Möglichkeiten für junge Menschen und Fachkräfte.
Thematische Schwerpunkte:
• Formen und Möglichkeiten internationaler Jugendarbeit, insbesondere gemeinschaftliche und individuelle Begegnungen von Jugendlichen
• Gestaltung von Freiräumen durch Beteiligungsformate, politische Bildung und demokratiebildende Methoden
• Aufbau und Pflege länderübergreifender Partnerschaften
• Finanzierungsmöglichkeiten durch Drittmittelprogramme
• Organisation und Planung internationaler Jugendprojekte
Zur Informationsweitergabe werden verschiedene Materialien und Formate genutzt, darunter:
• Informationsflyer
• Webseiten und Onlineangebote
• digitale Präsentationen zu Formaten der internationalen Jugendarbeit
• Informationsmaterialien und Fachzeitschriften
Die beiden Netzwerke sind: Hessen total International (HTI) ist ein landesweites Netzwerk und eine zentrale Plattform zur Förderung und Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit in Hessen. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Netzwerks zählen insbesondere Lobbyarbeit, die Organisation einer jährlichen Jugendinfomesse sowie ein alle zwei Jahre stattfindender Fachtag für pädagogische Fachkräfte. Mitglieder des Netzwerks sind sowohl Landesorganisationen als auch Kommunen.
Weitere Informationen: https://hessen-total-international.de
Die AG „Internationale Jugendarbeit“ gehört zur Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Hessen (LAG OKJA). Die Arbeitsgruppe richtet sich an Mitarbeitende der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Pro Jahr finden drei Treffen in unterschiedlichen Formaten statt, darunter:
• eine digitale Mittagspause zum informellen Austausch
• ein themenbezogener digitaler Workshop, orientiert an den Interessen der Mitglieder
• ein Workshop im Rahmen der Jahrestagung der LAG Offene Kinder- und Jugendarbeit Hessen
www.lagokja-hessen.de
Leitung: Amt für Soziale Arbeit, Abteilung Jugendarbeit
Digitale Jugendarbeit? – Projekt Jugendapp Kassel
Die Jugendapp Kassel ist ein digitales Angebot, das als Schnittstelle zwischen Jugendarbeit und Jugendlichen in der Stadt dient. Ziel ist es, jungen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen, Unterstützungsangeboten, Freizeitmöglichkeiten und Beteiligungsformaten zu ermöglichen.
Die App wird von Jugendarbeit.Digital für zahlreiche Städte im deutschsprachigen Raum bereitgestellt und der Standort Kassel wurde von der Kasseler Jugendförderungslandschaft aufgebaut. Fachkräfte der Jugendarbeit begleiteten den Prozess als Multiplikator:innen und bringen Perspektiven aus der Praxis sowie Rückmeldungen von Jugendlichen ein. Dadurch orientiert sich die App an den tatsächlichen Bedarfen junger Menschen.
„Die Entwicklung der Jugendapp Kassel hatte zum Ziel, digitale Medien und Jugendbeteiligung zu verbinden, um jungen Menschen einen einfachen Zugang zu Freizeit-, Beratungs- und Beteiligungsangeboten zu ermöglichen. Entwickelt wurde die Plattform vom kommunalen Jugendbildungswerk Kassel in Zusammenarbeit mit Jugendarbeit.Digital, die die technische Umsetzung übernahm. Multiplikator:innen aus der Jugendarbeit begleiteten den Prozess und fungierten als Schnittstelle zu Jugendlichen.“
Am Stand: die Jugendapp kann auf den vorhandenen Tablets/Bildschirm ausprobiert werden oder direkt auf eigene Geräte runtergeladen werden
Wir kommen ins Gespräch:
• Jugendapp als Freiraum, der von Jugendlichen selbst ausgestaltet und angeeignet werden kann
• Jugendapp als Schnittstelle zwischen Beteiligungsmöglichkeiten der Stadt Kassel und Jugendlichen
Entstehungsgeschichte: von einem Projekt des Jugendaktionsprogramms bis heute
Potenziale & Herausforderungen: Berichte aus der Praxis
Leitung: Stadt Kassel, Kinder- und Jugendförderung
Bauernhofnachmittage der Fachstelle Suchtprävention mit dem Irenenhof
Die Fachstelle Suchtprävention des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Irenenhof führen gemeinsam ein tiergestütztes suchtpräventives Projekt durch.
Wir möchten mit der tiergestützten pädagogischen Arbeit auf dem Irenenhof Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich ganz individuell mit der eigenen Geschichte, den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Grenzen auseinanderzusetzen, sich in Beziehung zu setzen mit verschiedenen, charakterlich individuellen Tieren, Verantwortung zu übernehmen, neue Fähigkeiten zu erlernen und Stärken zu entdecken. Damit möchten wir die emotionale Stabilität fördern und Suchtverhalten vorbeugen.
Das Angebot findet dreimal jährlich an sechs Nachmittagen für jeweils acht Kinder und Jugendliche statt.
Ein wichtiger Baustein der Suchtprävention ist die Förderung von Lebenskompetenzen wie zum Beispiel der Selbstwahrnehmung, Empathie, der Entwicklung von Problemlösefertigkeiten, der Fähigkeit, Gefühle und Stress bewältigen zu können und dem Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
Im Umgang mit Tieren kann die Fähigkeit eingeübt werden, Emotionen angemessen auszudrücken und eigene Gefühle sowie eigene Grenzen wahrzunehmen und zu benennen, was zur Entwicklung von emotionaler Kompetenz beiträgt.
Die Unvoreingenommenheit der Tiere gegenüber den Kindern und Jugendlichen und eine gezielte Verantwortungsübernahme steigern Selbstwert und Selbstvertrauen. Die Kinder und Jugendlichen erleben sich selbstwirksam.
Der Kontakt mit Tieren baut Stress ab und steigert das Wohlbefinden. Dadurch kann er auch als eine Bewältigungsstrategie schwieriger Situationen erlebt werden und das Verlangen nach Suchtmitteln verringern.
Eine Besonderheit des Projektes ist die Zusammenarbeit mit einem Erziehungshilfeträger, mit dem eine neue Form der Jugendhilfe im Landkreis Darmstadt-Dieburg, die sogenannte Sozialpädagogische Teilhabearbeit (STA), praktiziert wird.
Leitung: Kinder- und Jugendförderung Darmstadt-Dieburg
Vorstellung des bsj Marburg und seiner Leistungen für hessische Fachkräfte
Der bsj Marburg inkludiert in seinen Leistungen zahlreiche (Inhouse-) Fortbildungen, die praxisorientiert zu einer partizipativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einladen.
Ziel der Fortbildungen ist es stets, Kindern und Jugendlichen, ausgehend von ihren Interessen, neue Wege zu mehr Autonomie und außerschulischen Bildungserfahrungen zu eröffnen. Diese Prozesse sollen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt werden. In den Fortbildungen geht es zum einen um eine pädagogische und prozessorientierte Haltung und zum anderen um ganz praxisnahe körper- und sinnesbezogene Zugänge (Theater, Unterwegssein, Abenteuer, Storytelling, …)
Leitung: bsj Marburg
Von 9.00 bis 14.00 Uhr
| 9.00 Uhr | Begrüßung und Keynote 2 : „Titel“ Prof. Dr. phil. Davina Höblich – Hochschule Rhein-Main |
| 10.15 Uhr | Forenphase 3 |
| 11.15 Uhr | Pause |
| 11.30 Uhr | Forenphase 4 |
| 12.30 – 14.00 Uhr | Podiumsdiskussion und Abschluss |
Forenphase 3 (60 Min.)
Jugend mit Geschichte: 80 Jahre Stadtjugendring Marburg. 80 Jahre? Oder eher 100 Jahre?
„Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Ein neuer Vorstand des Stadtjugendrings Marburg wird gewählt und er beschließt ein Fest für alle Jugendorganisationen der Stadt zu seinem 80-jährigen Bestehen zu veranstalten. Bei der Erforschung seiner eigenen Geschichte bekommt der Vorstand wie durch einen Zufall Post und es fällt auf: Man ist in Wirklichkeit um einiges älter. Die Wurzeln reichen bis weit in die Weimarer Republik. Was nun? Die Fachschaft Geschichte wird eingeschaltet, ehemalige Vorstände kontaktiert, Archive werden besucht. Am Ende steht eines aber fest: das Fest.“
Der Vortrag wird durch den Vorstand des Stadtjugendrings erzählerisch eingeleitet, um über den aktuellen Stand des Vereins und seine Planung zu informieren. Eine studierende Person der Philipps-Universität Marburg präsentiert Erkenntnisse über die Lage der Jugendlichen um 1920 und die demokratischen Bestrebungen Jugendlicher in und um Marburg anhand von Quellen und Biographien.
In einem zweiten Teil können ehemalige Vorstände, zu denen Kontakt besteht, Einblicke in ihre Zeit um 1970 bieten, um das Bewusstsein für kommende Herausforderungen zu entwickeln, die sich abzeichnen. Sie beantworten unter anderem die Frage, wie sie ihr Wirken rückblickend einordnen und welche Auswirkung es auf ihr eigenes Leben hatte. Sie stehen danach Rede und Antwort.
Ziel ist es in den Anwesenden ein Bewusstsein für die historische Bedeutung und tragende Wirkung der Jugendarbeit zu vermitteln, denn der Grundstein der Demokratie wird seit über 100 Jahren in der Jugendarbeit gelegt. Ihre Zukunft entscheidet sich dort.
Ebenso kann auf dem Marktplatz Literatur von und über die sog. “Vergessenen Kinder” von Justus Ehrhardt, Willi Fährmann und John Otto Reinemann gemeinsam gelesen werden. Ein Büchertisch könnte am Marktstand das Angebot ergänzen.
Leitung: Stadtjugendring Marburg
Forenphase 3 + 4 (120 Min.)
Partizipative Gestaltung öffentlicher Räume mit Jugendlichen / Beteiligung auf die Spitze getrieben
Hintergrund und Ziel des Workshops:
Wie können öffentliche Räume gemeinsam mit Jugendlichen geplant und gestaltet werden – so, dass ihre Ideen ernst genommen werden und gleichzeitig tragfähige, nachhaltige Lösungen entstehen?
Der Workshop vermittelt Grundlagen gelingender partizipativer Planung und Umsetzung anhand von Praxisbeispielen aus über 40 Jahren Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Kommunen. Dazu gehören Projekte wie der Bau von Spielgeräten, die Gestaltung von Treffpunkten und Mehrgenerationenparks sowie die partizipative Umgestaltung von Schulhöfen. Neben gelungenen Projekten werden auch herausfordernde oder gescheiterte Vorhaben reflektiert, um daraus praxisnahe Erkenntnisse abzuleiten.
Inhalte des Workshops:
• Grundlagenvermittlung und Konzeption: Wie lassen sich Ziele klar formulieren? Welche Rahmenbedingungen müssen frühzeitig geklärt werden? Und wie kann Beteiligung von Anfang an konzeptionell mitgedacht werden, damit Projekte strukturiert und tragfähig geplant sind?
• Gelingensbedingungen: Welche organisatorischen, methodischen, pädagogischen und auch politischen Voraussetzungen braucht es, damit Beteiligung gelingt? Wie können Rollen, Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten sinnvoll gestaltet werden?
• Typische Stolpersteine und Hemmnisse: Welche Herausforderungen treten in Beteiligungsprozessen immer wieder auf? Wo entstehen Missverständnisse, Überforderung oder unrealistische Erwartungen – und wie lassen sich solche Situationen frühzeitig erkennen und konstruktiv bearbeiten?
• Erste Schritte für Projekte auf unterschiedlichen Beteiligungsstufen: Wie können Beteiligungsprozesse konkret begonnen werden – unabhängig davon, ob es sich um erste Ideensammlungen, gemeinsame Planungsprozesse oder um aktiv mitgestaltete Bauprojekte handelt?
Der Workshop verbindet fachlichen Input, Praxisbeispiele, Austausch und gemeinsame Reflexion. Vortrag und Arbeitsphase werden flexibel an die Erfahrungen, Fragen und Bedürfnisse der Teilnehmer:innen angepasst.
Gesellschaftlicher Rechtsruck und rechtsextreme Jugendliche als Herausforderung für Formate der Jugendbeteiligung
Die gesellschaftlichen Entwicklungen sind besorgniserregend: rechtsextreme Einstellungen und Ressentiments verbreiten sich immer weiter und die entsprechenden politischen Akteure treten immer selbstbewusster auf.
Diese Entwicklungen sind auch für Träger der Jugendarbeit und die Arbeit mit jungen Menschen mit Herausforderungen verbunden. Im Rahmen des Forums soll dabei auf Jugendbeteiligungsformate geblickt und vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen und Überlegungen ein Austausch zu diesem Themenkomplex angeregt werden.
Im ersten Teil soll es um grundsätzlichere Fragen gehen, die sich stellen, wenn Beteiligungsformate zunehmend in den Fokus autoritärer Kräfte geraten und rechtsaffine, rechte und rechtsextreme junge Menschen und Positionen in diesen Formaten präsenter werden: Müssten entsprechende Formate zukünftig konzeptionell grundsätzlich anders gedacht werden – z.B. indem sie konsequent in Angebote politischer Bildung bzw. der Demokratiebildung eingebettet werden? Stellt sich vielleicht sogar die Frage, inwiefern Beteiligungsformate unter diesen Bedingungen überhaupt noch als sinnvoller Ansatz gesehen werden können?
Im zweiten Teil soll der Fokus auf Strategien zur praktischen Umsetzung von Beteiligungsformaten gerichtet werden: Welche Vorkehrungen können getroffen werden, um einen reibungslosen Ablauf von Beteiligungsformaten möglichst sicherzustellen und Teilnehmer:innen und Veranstalter bestmöglich zu schützen? Wie sollte reagiert werden, wenn es zu Störungen kommt – und wo enden dabei die pädagogischen Möglichkeiten? Und was ist mit Blick auf mögliche Angriffe im Nachgang zu beachten, die dazu dienen, die Veranstaltung, Organisator:innen oder einzelne Teilnehmer:innen zu delegitimieren?
Methodisch sollen kurze Diskussionsimpulse sowie Kleingruppenarbeiten, bei denen jeweils gezielt auf verschiedene Kontexte eingegangen werden kann (z.B. kommunale Jugendparlamente, Kooperationsprojekte, eigenständige Angebote freier Träger, …) im Mittelpunkt stehen.
Leitung: Hessischer Jugendring
Inklusion einfach machen – einfach gesagt. Zu einfach?
„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe“ Dieses Zitat (u.a. Albert Camus zugeschrieben) ist häufig im Zusammenhang mit Inklusion verwendet worden und scheint auf die notwendig richtige Haltung und Motivation abzuzielen. Wenn das Scheitern im Umkehrschluss -oft unausgesprochen- als Folge mangelnder Motivation betrachtet wird, sorgt dies zu Recht für Ärger unter den Fachkräften.
Allen Kindern und Jugendlichen eine Teilhabe an Angeboten der Jugendarbeit zu ermöglichen ist nämlich eine weitreichende Aufgabe. Es gilt, mehrere Handlungsebenen und Ressourcenfragen einzubeziehen.
Dieses Forum geht der Frage nach, was Inklusion und Kommunikation miteinander zu tun haben und wie die Fachkräfte der Jugendarbeit durch eine bewusste Kommunikation dazu beitragen können, Strukturen zu entwickeln. Es wird mit aktivierenden Übungen und Aufstellungen gearbeitet. Thesen und Leitlinien der aktuellen Forschung werden beispielhaft eingeflochten.
Leitung: Bundesweite Fachstelle Inklusion/ bsj Marburg
Abenteuer – ein Weg zur Jugend?! Abenteuerfreizeiten als Erfahrungsräume für junge Menschen
Ferien und Freizeiten sind zentrale Erfahrungsräume der Kinder- und Jugendarbeit. Gerade Abenteuerfreizeiten – ob als Zeltlager, im abenteuerlichen Unterwegssein oder als reduziertes Camp in der Natur – eröffnen jungen Menschen die Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich selbst neu zu erleben und Gemeinschaft intensiv zu erfahren. Sie bieten Freiräume, in denen Jugendliche (mit)gestalten, eigene Grenzen austesten und individuelle Ziele verfolgen können.
Gleichzeitig stehen Fachkräfte heute vor besonderen Herausforderungen: Jugendliche für reduzierte, medienarme Settings zu begeistern, ist nicht selbstverständlich. Abenteuer entsteht nicht „von allein“ – es braucht Vertrauen, tragfähige Beziehungen und eine sorgfältige pädagogische Vorbereitung. Die Motivation zur Teilnahme wächst häufig erst dort, wo Beziehung bereits gelungen ist.
Zugleich stellt sich eine klassismuskritische Frage: Wer kann überhaupt an Freizeiten teilnehmen? Auch vermeintlich „günstige“ Angebote können ausschließend wirken und Segregation begünstigen – durch Ausrüstung, Anreise oder implizite Erwartungen. Abenteuerfreizeiten haben durch sehr geringe Kosten die Chance, Zugänge zu ermöglichen, Ressourcen zu teilen und Teilhabe gerechter zu organisieren.
Der Workshop richtet den Blick bewusst auf solche Ansätze: einfache Mittel, kreative Konzepte und die Kraft der Natur als Erlebnisraum. Im Fokus stehen Formate wie abenteuerliches Unterwegssein mit Rucksack, einfache Naturcamps im Nirgendwo, minimalistische Settings und bewusst medienarme Erfahrungsräume. Ziel ist es, Fachkräfte zu ermutigen, neue (oder wiederentdeckte) Wege zu gehen und Freiräume für Jugendliche zu schaffen, die nicht von finanziellen Ressourcen abhängig sind – und gleichzeitig die notwendige Beziehungsarbeit mitzudenken.
Ablauf und Methoden:
Impulsvortrag (30 min):
Einführung in die Bedeutung von Abenteuerfreizeiten in der Jugendarbeit: pädagogische Potenziale von Naturerfahrungen, Reduktion und Wagnis. Ein besonderer Fokus liegt auf den aktuellen Herausforderungen: Motivation von Jugendlichen, Rolle von Beziehungsarbeit sowie klassismuskritische Perspektiven auf Teilhabe. Vorstellung von Low-Budget-Ansätzen und Praxisbeispielen (z. B. Unterwegs-Touren, Natur-Camps, selbstorganisierte Freizeiten).
Austausch & Reflexion (25 min):
Gemeinsame Diskussion:
- Wie gelingt es, Jugendliche für solche Formate zu gewinnen?
- Welche Rolle spielt Beziehung im Vorfeld von Freizeiten?
- Wo erleben wir Ausschlüsse – und wie können wir ihnen begegnen?
- Welche Spannungsfelder bestehen zwischen Anspruch, Realität und Ressourcen?
Workshop-Phase (50 min):
In Kleingruppen entwickeln die Teilnehmenden konzeptionelle Ideen für eigene Low-Budget-Abenteuerfreizeiten. Leitfragen sind u. a.:
- Wie können Jugendliche aktiv an Planung und Durchführung beteiligt werden?
- Wie kann Beziehungsarbeit gezielt in die Vorbereitung integriert werden?
- Welche einfachen Mittel und Orte eignen sich für intensive Naturerfahrungen?
- Wie lassen sich Aspekte wie Verzicht, Entschleunigung und Wagnis pädagogisch gestalten?
- Wie können Angebote möglichst zugänglich konzipiert werden?
Abschluss & Transfer (20 min):
Vorstellung der Ergebnisse im Plenum und gemeinsame Ableitung von Gelingensbedingungen für die Praxis. Sammlung konkreter Ideen für eine zugängliche, beziehungsorientierte und zugleich abenteuerliche Freizeit.
Der Workshop lädt dazu ein, Abenteuer neu zu denken: weniger als kostenintensives Event, sondern als bewusste Reduktion auf das Wesentliche – mit viel Raum für Selbstwirksamkeit, Naturerleben und gemeinschaftliche Erfahrungen. Gleichzeitig werden die „Knacknüsse“ nicht ausgespart: Motivation, Elternarbeit, Beziehung und Teilhabe als zentrale Schlüssel für gelingende Praxis.
Leitung: bsj Marburg
Beats bauen, Räume öffnen – Musikproduktion in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Musikproduktion bietet jungen Menschen niedrigschwellige Möglichkeiten, sich kreativ auszudrücken, eigene Themen zu verarbeiten und neue Kompetenzen zu entwickeln. In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit können entsprechende Angebote als Experimentier- und Freiräume gestaltet werden: ohne Leistungsdruck, mit freiwilliger Teilnahme und mit viel Raum für Selbstbestimmung. Der Workshop zeigt anhand zweier Praxisprojekte, wie solche Freiräume eröffnet werden können und welche Rolle Fachkräfte dabei einnehmen.
Musikstudios oder mobile Produktionsangebote können Orte sein, an denen Jugendliche eigene Ideen ausprobieren, Rollen wechseln, gemeinsam kreativ werden und ihre Perspektiven hörbar machen.
Im Forum wird das Projekt „Offenes Studio“ im Jugendtreff just vorgestellt. Das Studio steht Jugendlichen regelmäßig zur freien Nutzung offen und wird pädagogisch begleitet. Vorgestellt werden Rahmenbedingungen, technische Ausstattung sowie Erfahrungen aus der Praxis. Ergänzend werden Perspektiven der teilnehmenden Jugendlichen und ausgewählte Ergebnisse aus dem Studio präsentiert.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Projekt „Beatbaukasten LaDaDi“, einem mobilen Musikproduktionsangebot für den ländlichen Raum. Das Projekt reagiert auf begrenzte kulturelle Infrastruktur und bringt Technik, Know-how und kreative Methoden direkt zu Jugendlichen in den Jugendzentren und andere Einrichtungen. Im Workshop werden Konzept, Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt.
In einer anschließenden Diskussionsrunde werden Erfahrungen, Fragen und Übertragungsmöglichkeiten für die eigene Praxis gesammelt.
Den Abschluss bildet ein praktischer Experimentierraum: Die Teilnehmenden können selbst Geräte aus dem Beatbaukasten sowie die Plattform BandLab ausprobieren und niedrigschwellige Zugänge zur digitalen Musikproduktion kennenlernen.
Eine Kooperation der Jugendförderungen Rüsselsheim und Darmstadt Dieburg.
Der Workshop ohne anschließenden Experimentierraum ist auch in 60 Minuten möglich.
Leitung: Jugendförderung Rüsselsheim am Main
Jugendverbände als zentrale Orte der Partizipation junger Menschen stärken!
Jugendverbände sind partizipativ gestaltete Orte der Selbstorganisation, der Mitbestimmung und des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen. Die Corona-Pandemie hat diesen Strukturen erheblich zugesetzt und ihre Spuren hinterlassen: Auch nach der Pandemie sind Jugendverbände weiterhin damit beschäftigt, ehrenamtliche Strukturen zu stabilisieren und zukunftsfest zu gestalten – und damit wichtige unverzweckte Räume und Möglichkeiten der Partizipation junger Menschen zu sichern.
Um die Ursachen, Folgen und mögliche Handlungsstrategien besser zu verstehen, soll im Rahmen des Forums ein Blick in die Jugendverbandsforschung geworfen werden. Genauer werden dabei die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des Praxisforschungsprojekts „Ehrenamtliches Engagement junger Menschen in Jugendverbänden“ im Mittelpunkt stehen, das von April 2023 bis März 2025 unter Leitung von Frau Prof. Dr. Gunda Voigts (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) durchgeführt wurde.
Zum Ablauf des Forums:
Im ersten Teil des Forums stellt Frau Prof. Dr. Gunda Voigts die wesentlichen Ergebnisse des Praxisforschungsprojekts sowie zentrale Handlungsempfehlungen vor, die sich aus dem Projekt zur Stärkung des Engagements und der Partizipation junger Menschen in Jugendverbänden ableiten lassen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird zunächst Zeit für Rückfragen und die Diskussion der vorgestellten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sein. Anschließend werden die Teilnehmer:innen dazu eingeladen, in Kleingruppen konkrete praktische Umsetzungsvorschläge zu den genannten Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und zu diskutieren.
Leitung: Hessischer Jugendring
Vielfalt erhalten und Potenziale nutzen: Zeltlager, Freizeiten, Ferienspiele
Ferien sind für Kinder eine Zeit der Entdeckung und des gemeinsamen Erlebens. Die vielfältigen Angebote der Offenen und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit bieten neben Spaß und Abwechslung auch die Möglichkeit, Unbekanntes kennenzulernen und Neues auszuprobieren. Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt des Geschehens, erleben Spaß und Spannung, erfahren Nähe zur Natur, sind in Bewegung und machen neue Erfahrungen. Die Kinder- und Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII schafft Räume für Kreativität, Partizipation und soziale Erfahrungen – und das oft niedrigschwellig und inklusiv.
Die Öffnungsklausel im Ganztagsförderungsgesetz bietet die Möglichkeit, diese Angebote während der Ferien als rechtsanspruchserfüllend in die Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder zu integrieren. Daraus entstehen Chancen, aber auch Herausforderungen: Wie kann sichergestellt werden, dass diese Angebote auch nach Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung weiterhin kommunal gefördert werden und für alle Kinder zugänglich bleiben, ohne als Lückenbüßer für Betreuungsengpässe instrumentalisiert zu werden?
Ablauf und Methoden:
Impulsvortrag (20 min): Kurze Einführung in die Historie und die aktuelle Bandbreite der Ferienangebote der Jugendarbeit (Prof. Dr. Ivo Züchner).
Praxisbeispiele (je 5 min): Drei kurze Präsentationen zeigen, wie Jugendarbeit Ferien bereichern: von Kinder- und Jugendfarmen über Zeltlager bis hin zu offenen Ferienspielen für Kinder.
Workshop-Phase (60 min): In Kleingruppen erarbeiten wir Gelingensbedingungen für die Umsetzung vor Ort: Wie können Kooperationen gelingen? Wie kann die Jugendarbeit einen Beitrag leisten – damit Ferien für alle Kinder bunt, spannend und prägend bleiben!
Fishbowl-Diskussion (30 min): Wie können Zeltlager, Freizeiten und Ferienspiele der Träger der Jugendarbeit und der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Ferien zusammen gedacht werden und welche Stolpersteine müssen auf dem Weg dorthin behoben werden?
Leitung: Hessischer Jugendring/ AJAH
Hochinklusiv – Erfahrungsraum inklusiver Hochseilgarten
Das Freizeitgelände im Stadtwald versteht sich als inklusive und vielfältige Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsstätte. Diese bietet Gruppen aus den Bereichen Jugend- und Behindertenhilfe, Schule, Vereinsjugendarbeit, Kindergärten sowie der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung einen Ort mit vielfältigen Möglichkeiten für Freizeit, Erlebnis und Naturerfahrung.
Ein neu entstandener Frei- und Experimentierraum für eine Vielzahl von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellt der inklusive Hochseilgarten auf dem Gelände dar. Dieser eröffnet Freiräume – Räume, in denen junge Menschen sich ausprobieren, eigene Interessen verfolgen, Neues entdecken und individuelle wie gemeinschaftliche Erfahrungen sammeln können. Hier können individuelle und gruppenbezogene Herausforderungen angegangen, Selbstwirksamkeitserfahrungen gemacht und ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung geleistet werden.
Der inklusive Hochseilgarten kann im Rahmen dieses Forum selbst erlebt und erfahren werden. Gemeinsam werden exemplarisch einzelne Elemente, wie beispielsweise die Rolli-Seilbahn, erprobt und hinsichtlich ihrer Potentiale für die Jugendarbeit diskutiert.
Leitung: Jugendförderung Marburg
Lobbyarbeit in der OKJA – Tue Gutes, aber rede gefälligst auch darüber!
Ein Forum der LAG Offene Kinder- und Jugendarbeit Hessen in Kooperation mit der BAG Offene Kinder- und Jugendarbeit.
Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt – aber sie wird nicht automatisch gesehen. In vielen Kommunen gilt sie weiterhin als „freiwillige Leistung“ und steht damit in Konkurrenz zu anderen Bereichen, die ebenfalls unter Druck geraten. Gleichzeitig wissen wir: Offene Kinder- und Jugendarbeit schafft Freiräume, stärkt Demokratieerfahrungen, bietet Beziehungen und trägt zur sozialen Teilhabe junger Menschen bei. Doch all das reicht nicht, wenn wir es nur intern wissen.
In diesem Forum widmen wir uns deshalb der Frage, wie Lobbyarbeit in der Offene Kinder- und Jugendarbeit gelingen kann. Ausgangspunkt ist die Selbstvergewisserung über die eigenen Stärken:
Was macht Offene Kinder- und Jugendarbeit unverzichtbar? Wie zeigen wir Wirkung – individuell wie gesellschaftlich? Und wie können junge Menschen selbst an dieser Sichtbarmachung beteiligt werden?
Ein weiterer Blick geht in die Richtung der Grundlagen wirksamer Lobbyarbeit:
Wen müssen wir wann ansprechen? Welche Botschaften funktionieren? Wie machen wir unsere Arbeit sichtbar – lokal, kommunal, landesweit?
Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen und konkrete Schritte formulieren, um die Interessen junger Menschen kraftvoll zu vertreten. Denn gerade in krisenhaften Zeiten braucht es eine starke Offene Kinder- und Jugendarbeit – und eine, die laut und selbstbewusst für ihre Bedeutung einsteht.
Lasst uns gemeinsam anpacken – für eine starke Lobby der Offenen Kinder- und Jugendarbeit!
Leitung: LAG OKJA Hessen
Forenphase 4 (60 Min)
Freiräume schaffen: Die Verpflichtung der Öffentlichen Jugendhilfe! Standards der Offenen Kinder-und Jugendarbeit
Vorstellung der im AK Jugendarbeit, Jugendbildung, Jugendsozialarbeit und Jugendschutz Hessen diskutierten und erarbeiteten Standards in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Beginn: Impulsreferat
Anschließend: Diskussion und Vergewisserung mit Praxisbeispielen zur Umsetzung in der politischen Lobby-Arbeit vor Ort
Ziel: Selbervergewisserung und Stärkung der professionellen Position der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII).
Stichwort: „Offene Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Leistung, sondern kommunale Pflichtaufgabe“
Leitung: Jugendamt Stadt Offenbach
